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Versicherung für Grenzgänger /
Versicherungsdeckung im Ausland

Bietet ÖKK eine Versicherung für Grenzgänger an?

ÖKK bietet Grenzgängern ÖKK EUROLINE an, eine Versicherung gemäss dem Abkommen über den Freien Personenverkehr. Sie sichert jedoch nur die Leistungen gemäss der gesetzlichen Leistungspflicht des jeweiligen Wohnstaates und der Schweiz zu.

Ich arbeite in der Schweiz, mein Wohnort liegt in der EU/EFTA. Kann ich mich bei ÖKK versichern lassen?

Wenn Sie in der Schweiz arbeiten, können Sie sich bei ÖKK versichern, auch wenn Sie Ihren Wohnsitz in der EU/ EFTA haben. Unser entsprechendes Angebot heisst ÖKK EUROLINE.

Mit der Einführung der bilateralen Verträge zwischen der Schweiz und der Europäischen Union (EU) wurden die Voraussetzungen für den Abschluss der obligatorischen Krankenversicherung geändert: Für Grenzgänger, die in der Schweiz arbeiten, und für ihre nichterwerbstätigen Familienangehörigen gilt in allen Nachbarländern der Schweiz ein Wahlrecht. Sie können also frei wählen, ob sie die Versicherung in der Schweiz oder in ihrem Wohnsitzland abschliessen wollen. Erwerbstätige Familienangehörige bleiben aber weiterhin am Arbeitsort versicherungspflichtig.

Kann man sich von der Versicherungspflicht in der Schweiz befreien?

Personen, die ihren Wohnsitz in der Schweiz haben, müssen sich versichern lassen. Eine Ausnahme bilden Personen und ihre nichterwerbstätigen Familienangehörigen, die in Deutschland, Frankreich, Italien, Österreich, Portugal (nur Rentner) oder Spanien (nur Rentner) wohnen und in der Schweiz arbeiten oder von der Schweiz eine Rente beziehen. Es besteht in diesen Fällen die Möglichkeit, sich auf Gesuch von der Versicherungspflicht in der Schweiz befreien zu lassen. Zu diesem Zweck müssen diese Personen nachweisen, dass sie für Krankheitsfälle im Wohnstaat während eines Aufenthalts in anderen EU-Ländern oder in der Schweiz versichert sind (Art. 2 Abs. 6 KVV).

Welche Fristen sind bei der Befreiung von der Versicherungspflicht einzuhalten?

Der Antrag auf Befreiung von der Versicherungspflicht ist innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der Versicherungspflicht in der Schweiz zu stellen, d.h. 3 Monate nach der Erteilung der Grenzgängerbewilligung oder nach erstmaligem Bezug einer Schweizer Rente.

Wo ist das Gesuch zur Befreiung von der Versicherungspflicht einzureichen?

Die Kontrolle und Erledigung der Befreiungsgesuche von Grenzgängern liegt in der Kompetenz der Kantone. Für Fragen bezüglich der Frist oder der Befreiungsmöglichkeit sollte deshalb direkt die zuständige kantonale Stelle angefragt werden. Für Rentner ist die Gemeinsame Einrichtung KVG in Solothurn zuständig.

Ist die Rückkehr in die Kranken- und Unfallversicherung des Wohnlandes gewährleistet?

Mit ÖKK EUROLINE ist eine Rückkehr in das jeweilige Sozialversicherungssystem des Wohnlandes jederzeit möglich. Grenzgänger, die sich mit ÖKK EUROLINE versichert haben und in den Ruhestand treten, sind bei einer ÖKK EUROLINE-Versicherung unter Umständen (z.B. falls sie eine Rente von der Schweiz und vom Wohnland beziehen) verpflichtet, in die Kranken- und Unfallversicherung des Wohnlandes zu wechseln und können damit in der Schweiz nicht versichert bleiben. Falls Sie als Grenzgänger in den Ruhestand treten und auch eine Rente aus ihrem zukünftigen Wohnstaat beziehen, werden Sie prinzipiell in Ihrem Wohnstaat versicherungspflichtig. Es hängt aber von den Gesetzen des Wohnstaates ab, ob Sie dort in eine gesetzliche Krankenversicherung übertreten können oder nicht.

Was brauchen ÖKK EUROLINE-Versicherte im Leistungsfall für die Abwicklung?

Zur Anmeldung der Leistungsabwicklung benötigen Personen, die sich ÖKK EUROLINE versichern, einmalig die sogenannten E-Formulare. Die E-Formulare erhalten Sie nach der Bestätigung der Versicherungsaufnahme durch ÖKK. Die E-Formulare sind den zuständigen Versicherungsträgern im Wohnsitzland einzureichen. Danach erhalten Sie die Versichertenkarten der jeweiligen Versicherung und von ÖKK.

Warum sind die meisten Grundversicherungsprämien bei ÖKK EUROLINE höher als die Prämien für die nach Schweizer Gesetz Versicherten?

Die Prämien in der Schweiz unterscheiden sich je nach Wohnort und dem entsprechenden Leistungsbezug der Versicherten dieser Region. Für Personen aus der EU gelten pro Land unterschiedliche Prämien. Die Prämienhöhe wurde aufgrund der zu erwartenden Kosten sämtlicher Personengruppen (Grenzgänger, Rentner, Arbeitslose und Familienangehörige) und der Durchschnittskosten der letzten Jahre in den jeweiligen Ländern ermittelt (Art. 93, 94 und 95, Verordnung (EWG) 574/72). Ausserdem sieht das Abkommen vor, dass die Krankenversicherung im Ausland Leistungen entrichten muss (z.B. Zahnleistungen), die nicht im Schweizer Grundversicherungs-Leistungskatalog enthalten sind, und daher Schweizern auch nicht zustehen.