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«Die Schweiz ist Europas Vorreiterin»

Er kennt beide Seiten: Familien- und homöopathischer Arzt Klaus von Ammon über Chancen und Grenzen von Alternativmedizin.

Herr von Ammon, was hat die Alternativmedizin der Schulmedizin voraus?
Sie bietet individuellere und die Gesamtsituation betrachtende Behandlungen. Ein Arzt mit komplementärmedizinischer Weiterbildung sieht nicht nur die Beschwerden, sondern den erkrankten Menschen. Er nimmt sich Zeit und hört zu. Dabei kommt oft zur Sprache, was während konventioneller Konsultationen im Verborgenen bleibt, zum Beispiel soziale oder familiäre Hintergründe des Patienten. Diese Informationen können Hinweise auf den Ursprung von Beschwerden liefern.

 

Wo sind die Grenzen von Alternativmedizin?

In der Notfall- sowie Intensivmedizin, Chirurgie und Radiologie. Wobei Alternativmedizin auch hier gut ergänzt. So können Nebenwirkungen einer Chemotherapie, zum Beispiel entzündete Schleimhäute, wirkungsvoll mit Homöopathie behandelt werden – in manchen Fällen gar so erfolgreich, dass das gängige Morphin nicht mehr nötig ist.

 

Was entgegnen Sie auf Kritik, welche die Wirkkraft von Alternativmedizin infrage stellt?
80 Prozent der Menschen, die Alternativmedizin nutzen, tun dies wegen der Wirksamkeit. Das hat vor einigen Jahren eine Befragung des Bundesamtes für Gesundheit gezeigt. Als praktizierender Arzt erlebe ich die Auswirkungen auch täglich in meiner Praxis: Alternative Methoden können heilen – und bei nicht sachgemässer Anwendung übrigens auch heftige physische und psychische Nebenwirkungen hervorrufen. Selbstverständlich sind die positiven Effekte von Alternativmedizin zigfach belegt, mitunter in Studien von international renommierten akademischen Instituten.

 

Ist die Schweiz ein gutes Terrain für Alternativmedizin?
Ja, man darf die Schweiz sogar als Europas Vorreiterin bezeichnen. Ein Meilenstein war 2009, als 67 Prozent der Stimmbevölkerung «Ja» zu einer Initiative sagten, welche die Integration der Komplementärmedizin in das Gesundheitssystem verlangte. Davon ist der Rest Europas weit entfernt. Nur Indien, Kuba, Mexiko und Brasilien sind bezüglich Alternativmedizin noch fortschrittlicher als wir. Dort werden Alternativtherapien umfassend von der Grundversicherung gedeckt.


Dr. med. Klaus von Ammon ist Leiter klinische Forschung Homöopathie am Institut für Komplementäre und Integrative Medizin IKIM der Universität Bern und homöopathischer Arzt mit eigener Praxis.



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