Versicherungsprämien: Schutzengel fürs Leben

40

4,80

28 Mrd.

12,3

Prozent der Gesundheitskosten in der Schweiz fallen in Spitälern an.
Franken pro Jahr zahlt jeder Versicherte automatisch mit seiner Prämie an die Gesundheitsförderung Schweiz.
Franken bezahlten die Krankenversicherungen 2017 für Leistungen der Grundversicherung. 2007 waren es 18 Mrd. Prozent des Schweizer Bruttoinlandprodukts entfielen 2017 auf die Gesundheitskosten. Nur in den USA waren es mehr (17,2 Prozent).

 

Was ist eine Prämie? 

Eine Prämie ist der fixe Geldbetrag, den Sie als Versicherter Ihrer Krankenversicherung bezahlen. Im Gegenzug erhalten Sie im Fall der Grundversicherung einen umfassenden Versicherungsschutz bei Krankheit, Mutterschaft und gegebenenfalls Unfall. Die gedeckten Leistungen sind gesetzlich geregelt und bei jeder Krankenversicherung dieselben. Die Höhe der Prämie hingegen variiert je nach Alter, Prämienregion und Krankenversicherung. Als Kunde können Sie durch die Wahl der Franchise und des Versicherungsmodells Ihre Prämien optimieren.

Wohin fliessen Ihre Prämien?

Zu über 95 Prozent braucht der Versicherer das Geld, um die von den Versicherten beanspruchten Leistungen aus der Grundversicherung zu begleichen: Spital- und Arztkosten, Medikamente, Pflegeleistungen etc. Es gilt das Solidaritätsprinzip: Die Gesünderen finanzieren die Kränkeren, die Jüngeren die Älteren etc. Knapp fünf Prozent der Prämien gehen in die Verwaltungskosten. Krankenversicherer dürfen keine Gewinne mit der Grundversicherung machen.

Was tut ÖKK, um die Verwaltungskosten tief zu halten?

ÖKK verbessert laufend bestehende Prozesse und entwickelt neue. Effizienzsteigerungen ermöglicht vor allem die Digitalisierung. E-Rechnungen, Online-Prämienrechner, digitale Bearbeitungsprozesse sowie der Datenaustausch zwischen Kunde und ÖKK via ÖKK App oder dem Kundenportal myÖKK sind Beispiele für kostensparende Massnahmen.

Wie wird die Höhe der Grundversicherungsprämie berechnet?

Die Grundversicherungsprämien müssen so hoch sein, dass sie die Kosten decken, die in der obligatorischen Grundversicherung anfallen. Wie hoch diese Kosten 2020 sein werden, lässt sich nur prognostizieren. Die Prognosen basieren auf Daten wie vergangenen und aktuellen Betriebsergebnissen sowie absehbaren Entwicklungen aufgrund gesetzlicher Neuerungen oder Tarifänderungen.

Wer genehmigt die Höhe der Prämien?

Aufgrund dieser Berechnung muss jede Krankenversicherung jedes Jahr bis zum 31. Juli die Grundversicherungsprämie für das darauffolgende Jahr dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) zur Genehmigung vorlegen. Das BAG prüft, ob die Prämien die Interessen der Versicherten wahren und die Solvenz (Zahlungsfähigkeit) des Versicherers gewährleistet ist. Im Herbst publiziert das BAG die genehmigten Grundversicherungsprämien. 

Was, wenn die Prämien zu hoch oder zu niedrig sind?

Die einbezahlten Grundversicherungsprämien decken nie genau die entstandenen Kosten. Mal wird zu viel einbezahlt, mal zu wenig. Deshalb braucht es einen finanziellen Puffer, die Reserven. In diese fliessen allfällige Überschüsse, umgekehrt kann der Krankenversicherer auf die Reserven zurückgreifen, wenn die Gesundheitskosten die Prämien aus der Grundversicherung übersteigen. Bei zu hohen Reserven fliesst Geld in Form von günstigeren Prämien im Folgejahr an die Versicherten zurück.

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