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Alternativmedizin

Von Akupunktur bis TCM: Etwa 70 Prozent der Schweizer Bevölkerung nutzen Angebote der Komplementärmedizin. Worauf gilt es zu achten? Und wer bezahlt was?


Was ist Komplementärmedizin?


Während sich die Schulmedizin an Symptomen und organischen Veränderungen orientiert, betrachtet die Komplementärmedizin (auch: Alternativmedizin) das ganzheitliche Menschenbild und beleuchtet insbesondere den Hintergrund einer Krankheit. Sie zielt auf die Aktivierung der Selbstheilungskräfte und wird oft komplementär angewendet, also ergänzend. Komplementärmedizin ist in der Schweiz weit verbreitet: Gemäss Dachverband Komplementärmedizin wird sie von 70 Prozent der Bevölkerung genutzt.

 

Was zahlt die Grundversicherung?

Seit 2012 übernimmt die Grundversicherung die Kosten für fünf Behandlungsmethoden: Akupunktur, anthroposophische Medizin, Traditionelle Chinesische Medizin (TCM), Homöopathie und Phytotherapie (Pflanzenheilkunde). Diese Methoden sind den anderen von der Grundversicherung getragenen medizinischen Fachrichtungen gleichgestellt, werden entsprechend der Franchise angerechnet

 

Wann zahlt die Grundversicherung?

Die Behandlung muss von einem schulmedizinischen Arzt mit entsprechendem Fähigkeitsausweis durchgeführt werden. Zudem muss die Behandlung medizinisch notwendig sein. Das ist zum Beispielbei Heuschnupfen der Fall oder bei einer Ergänzung einer Heilbehandlung. An Behandlungen ohne medizinische Notwendigkeit beteiligt sich die Grundversicherung nicht; so zum Beispiel bei vorbeugenden Behandlungen und bei sogenannten Befindlichkeitsstörungen wie Verspannungen, Nervosität oder Stress.

 

Wann brauche ich eine ärztliche Verordnung?

In gewissen Fällen hat die Versicherung Rückfragen zur medizinischen Notwendigkeit und stellt dem Arzt oder Therapeuten einen Fragebogen zu. Dies ist gerade bei längeren Behandlungen manchmal nötig, weil die Angaben auf den weitergeleiteten Rechnungen zu wenig über eine medizinische Notwendigkeit aussagen.

 

Welche Vorteile bringen Zusatzversicherungen?

Sie beteiligen sich auch an Kosten für Behandlungsmethoden, die nicht von der Grundversicherung gedeckt werden. Und: Der Patient muss sich nicht zwingend an einen Schulmediziner wenden, sondern kann sich auch von einem Therapeuten oder Naturheilpraktiker behandeln lassen. Wichtig: Um die volle Leistung der Versicherung beziehen zu können, müssen sowohl die Behandlungsmethode als auch die Therapeuten und Naturheilpraktiker von ÖKK anerkannt sein.

  

Wann sind Therapeuten oder Ärztinnen «anerkannt»?

ÖKK legt hohen Wert auf die Behandlung durch bestens qualifizierte Ärzte und Therapeuten. Darum muss der behandelnde Arzt oder Therapeut im Erfahrungsmedizinischen Register (EMR) eingetragen sein. Das EMR ist eine unabhängige Prüfstelle mit Sitz in Basel, welche die Ausbildungen von Alternativmedizinern und Komplementärtherapeuten prüft und das EMR-Qualitätslabel vergibt. Ob der Therapeut Ihrer Wahl EMR-anerkannt ist, erfahren Sie über die Website oder die App des EMR.

 

Welche Zusatzversicherungen bietet ÖKK?

Für grosszügige Kostenbeiträge an Behandlungen und Heilmittel empfiehlt sich ÖKK NATUR. Die Zusatzversicherung gibt es in drei Abstufungen: ÖKK NATUR MINI (80 %, maximal CHF 1’000 pro Kalenderjahr), ÖKK NATUR MIDI (80 %, maximal CHF 5’000 pro Kalenderjahr) und ÖKK NATUR PLUS (80 %, maximal CHF 10’000 pro Kalenderjahr inkl. Nachbarländern). ÖKK NATUR MIDI und PLUS beteiligen sich auch an Behandlungen durch nicht anerkannte Ärzte und Therapeuten und schliessen Beiträge für Brillengläser und Kontaktlinsen ein.