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Impfen – Krankheiten mit ihren eigenen Erregern bekämpfen

Seit der Einführung der Impfung vor über 200 Jahren ist es möglich, zahlreichen Krankheiten vorzubeugen. Damit haben nicht nur viele ehemalige «Volksseuchen» ihren Schrecken verloren; auch die Angst vor diesen Krankheiten und das Wissen über die Impfung als Präventionsmethode haben abgenommen. ÖKK beantwortet einige zentrale Fragen zum Thema.

Was passiert genau bei einer Impfung?

Beim Impfen werden dem Patienten abgeschwächte oder abgetötete Krankheitserreger oder Teile davon verabreicht. Der Körper erkennt im Impfstoff den tatsächlichen Erreger und reagiert mit der Bildung von entsprechenden Abwehrstoffen. Falls das Immunsystem später dem wirklichen Krankheitserreger begegnet, verhindern die zuvor aufgebauten Abwehr- zellen einen Ausbruch der Krankheit.

Wer sollte sich impfen lassen?

Basierend auf den Empfehlungen der Eidgenössischen Kommission für Impffragen, veröffentlicht das Bundesamt für Gesundheit (BAG) jedes Jahr einen Impfplan. Die darin enthaltenen Basisimpfungen werden allen Personen empfohlen, wobei viele eine bestimmte Altersgruppe betreffen. So ist im Säuglingsalter das Risiko, an einer Kinderkrankheit zu erkranken, besonders gross; ab der Pubertät nimmt die Gefahr zu, sich eine sexuell übertragbare Krankheit einzufangen. Zusätzliche Impfungen empfehlen sich für Menschen, die besonders gefährdet sind, sich mit einer Krankheit anzustecken, oder für die eine Infektion besonders gefährlich werden könnte. So können gerade für ältere Menschen scheinbar harmlose Krankheiten wie Grippe eine Gefahr darstellen, weil das Immunsystem im Alter schwächer wird und der Körper oft schon mit anderen Leiden belastet ist. Auch wer oft mit Gefahrenquellen in Kontakt kommt, sollte über Impfungen nachdenken. Das gilt beispielsweise für Krankenhausangestellte, Jäger, Fischer oder für Förster, wenn es um die Zeckenimpfung geht.

Wogegen sollte man sich impfen lassen?

Zurzeit rät das BAG zu Impfungen gegen Diphtherie, Keuchhusten, Starrkrampf, die bakterielle Infektion Haemophilus influenzae Typ B, Kinderlähmung, Masern, Mumps und Röteln. Diese Impfungen sollten alle bereits im Kindesalter vorgenommen werden. Für Jugendliche kommen Impfungen gegen Varizellen («Wilde Blattern»), Humane Papillomaviren (HPV) und Hepatitis B hinzu. Im Erwachsenenalter gilt es vor allem, bereits durchgeführte Impfungen wie gegen Tetanus oder Diphtherie alle zehn bis zwanzig Jahre aufzufrischen. Vor Reisen können zudem weitere Impfungen nötig werden. Auskunft darüber kann der Hausarzt geben.

Was kann ich tun, wenn ich mein Impfbüchlein verloren habe?

Man kann beim behandelnden Arzt nachfragen, welche Impfungen bereits durchgeführt wurden. Grundsätzlich empfiehlt es sich aber, Kopien vom Impfausweis herzustellen. Die Internetseite www.meineimpfungen.ch bietet ausserdem die Möglichkeit, Impfungen online zu registrieren.

Was sind übliche Reaktionen auf eine Impfung, und wann sollte man besser zum Arzt gehen?

Impfungen mit abgetöteten Erregern führen im Normalfall zu einer Entzündung an der Einstichstelle, die mit Schmerzen, einer Schwellung oder einem warmen Arm verbunden sein kann. Hin und wieder kommt es zu Fieber. Diese Nebenwirkungen können am Tag der Behandlung und am Folgetag eintreten. Dauern sie länger als fünf bis sieben Tage an, sollte man einen Arzt aufsuchen. Bei sogenannten Lebendimpfstoffen wie dem gegen Masern, Mumps und Röteln kommt es erst nach fünf bis zehn Tagen zu allfälligen Reaktionen. Hier kann ebenfalls vorübergehend Fieber auftreten, auch Ausschläge kommen vor. Wiederum gilt: Abweichungen von diesen Angaben sollten mit dem Arzt besprochen werden.

Welche Kosten übernimmt der Krankenversicherer?

Die Kosten für die vom BAG empfohlenen Impfungen werden mit wenigen Ausnahmen von der obligatorischen Grundversicherung übernommen. ÖKK übernimmt bei zusätzlichen Impfungen Kosten von 90 Prozent bis maximal 200 Franken pro Jahr, sofern die Versicherten ein Versicherungspaket wie zum Beispiel ÖKK STANDARD oder ÖKK FAMILY haben.

Empfehlungen des Bundesamts für Gesundheit (BAG)

Die Empfehlungen des BAG finden sich auf der Website der Eidgenössischen Kommission für Impffragen.