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Berufliche Vorsorge: Fragen & Antworten

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung und politischer Entscheide verändern sich die Kennzahlen der beruflichen Vorsorge periodisch. Davon betroffen ist auch die Sammelstiftung Loyalis, die Anbieterin der Vorsorgelösung von ÖKK.

Was ist der Mindestzinssatz, und wie hoch liegt er 2016?

Der Mindestzinssatz schreibt vor, welchen Zins das in die Pensionskassen einbezahlte Alterskapital pro Jahr mindestens abwerfen muss. Je höher der Satz, desto stärker wachsen die Guthaben der Versicherten. Der Mindestzinssatz wird vom Bundesrat festgelegt, der seine Höhe zu diesem Zweck alle zwei Jahre überprüft. 2014 und 2015 betrug der Mindestzinssatz 1,75 Prozent. Auf den 1. Januar 2016 senkte ihn der Bundesrat auf 1,25 Prozent.

Warum hat der Bundesrat den Mindestzinssatz gesenkt?

Das entscheidende Kriterium für die Höhe des Mindestzinssatzes ist die Performance, die Pensionskassen mit ihren Anlagen erzielen. Dazu gehören Bundesobligationen sowie Aktien, Anleihen und Liegenschaften. Der Bundesrat begründete seinen Entscheid mit der Tiefzinspolitik der Notenbanken, welche die Rendite der Bundesobligationen auf rekordtiefe Werte sinken liess. Dazu kämen die weltweit tiefen Zinsen auf die Anleihen sowie hohe Schwankungen in der Entwicklung von Aktien und Anleihen, was zu einer ungenügenden Performance führe.

Was ist der Umwandlungssatz, und wie hoch ist er gegenwärtig?

Der Umwandlungssatz bezeichnet den Prozentsatz des angesparten Altersguthabens, der jährlich als Rente ausbezahlt wird. Er gilt für den obligatorischen Teil der beruflichen Vorsorge und wird durch das Parlament festgelegt. Ursprünglich betrug der Umwandlungssatz 7,2 Prozent. Er wurde nach der ersten BVG-Revision im Jahr 2006 jedoch schrittweise gesenkt. Seit 2014 liegt er bei 6,8 Prozent. Das bedeutet: Pro 100’000 Franken Alterskapital (mit 65 Jahren bei Männern und 64 Jahren bei Frauen) werden 6’800 Franken Rente pro Jahr ausbezahlt.

Warum wurde der Umwandlungssatz in den letzten Jahren gesenkt?

Der Hauptgrund für die Senkung des Umwandlungssatzes ist die steigende Lebenserwartung der Rentenbezügerinnen und -bezüger. Mit ihr erhöht sich die Zeitspanne, für die das Alterskapital ausreichen muss. Also muss derselbe «Kuchen» in mehr, dafür kleinere Tranchen aufgeteilt werden. Eine weitere Grösse, die bei der Festlegung des Umwandlungssatzes berücksichtigt wird, ist der sogenannte technische Zinssatz. Er bezieht sich auf die langfristig prognostizierte Verzinsung des Altersguthabens. Je tiefer diese Prognose ausfällt, desto tiefer wird auch der Umwandlungssatz angesetzt

Was ist das Überobligatorium?

In der beruflichen Vorsorge sind obligatorisch Jahreseinkommen von aktuell 21’150 Franken bis 84’600 Franken versichert. Einkommen, die über dem Maximalbetrag liegen, können überobligatorisch versichert werden. Für das Überobligatorium gelten der Mindestzinssatz und der Umwandlungssatz nicht, sondern die Pensionskassen können die Höhe der Zinssätze selber festlegen.

Was ist der Deckungsgrad?

Der Deckungsgrad zeigt das Verhältnis des Anlagevermögens einer Pensionskasse zum Kapital, das sie für die Deckung ihrer Vorsorgeverpflichtungen benötigt. Liegt der Deckungsgrad unter 100 Prozent, ist das Vermögen kleiner als das benötigte Kapital. Beträgt der Deckungsgrad über 100 Prozent, verfügt eine Pensionskasse dagegen über Schwankungsreserven.

Was ist der Koordinationsabzug, und wie hoch ist er derzeit?

Der Koordinationsabzug bestimmt, welcher Lohn in der beruflichen Vorsorge versichert ist. Zu diesem Zweck wird er vom versicherten AHV-Lohn abgezogen. Das Ergebnis ist der «versicherte» oder «koordinierte» Lohn. Eingeführt wurde der Koordinationsabzug, damit nicht der gesamte Lohn doppelt versichert wird, von der AHV / IV und von der beruflichen Vorsorge. Der Koordinationsabzug entspricht immer ⁷⁄₈ der maximalen AHV-Rente und beträgt aktuell 24’675 Franken. So führt beispiels- weise ein AHV-Lohn von 80’000 Franken zu einem bei der Pensionskasse versicherten Lohn von 55’325 Franken (80’000 minus 24’675).

Die Schlüsselzahlen von Loyalis

  • Die Nettoperformance von Loyalis belief sich 2015 auf 1,33 Prozent. Darunter versteht man den Anlageerfolg des investierten Kapitals nach Abzug aller Transaktionskosten und Verwaltungsgebühren.
  • Loyalis verzinste 2015 das überobligatorische Altersguthaben zum selben Satz wie die obligatorischen, nämlich zu 1,75 Prozent.
  • Der Deckungsgrad von Loyalis betrug 2015 111,5 Prozent. Die berufliche Vorsorge ist also gesund und stabil.