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Mit breitem Lächeln zu perfekten Zähnen

Einst waren Zahnspangen der blanke Horror: Teenager fürchteten den Spott der Mitschüler, Eltern die Rechnung des Kieferorthopäden. Heute haben alle gut lachen, wie das Beispiel der Schwestern Catarina und Erika aus Chur zeigt.

Als der Zahnarzt sagte, sie brauche eine Spange, war Catarina nicht entsetzt. Nein, ihr fiel ein Stein vom Herzen. «Ich war glücklich», erinnert sich die heute 17-Jährige. «Endlich würde sich niemand mehr über meine Zahnlücken lustig machen.» Damals, vor vier Jahren, klaffte zwischen Catarinas oberen Frontzähnen eine rund zwei Millimeter breite Lücke. Zudem fehlten ihr vier Zähne, die waren nie gekommen.

Vom Horror zum Must-have

Dass sich Jugendliche über Zahnspangen freuen, ist ein neues Phänomen. Denn die erste festsitzende Zahnspange, entwickelt vom Amerikaner Edward H. Angle Anfang des 20. Jahrhunderts, war sperrig und unbequem und hatte kaum etwas gemein mit den Modellen von heute. In den folgenden Jahren wurden unter anderem Materialtechnik, industrielle Herstellung und Behandlungsabläufe verbessert – und der Grundstein gelegt für eine märchenhafte Erfolgsstory.

Inzwischen haben sich schon Stars wie Katy Perry oder Gwen Stefani stolz mit Zahnspange ablichten lassen, und in Asien schmückt sich mit einer Spange, wer seinen Status mit einem Lachen beweisen möchte – gerne im Design von Hello Kitty oder Micky Maus. Auch in der Schweiz gehört die Zahnspange fast genauso zur Ausstattung eines Teenagers wie das Handy. Davon weiss auch Catarina zu berichten: «Von meinen Kollegen haben die meisten mal eine Zahnspange getragen.»

In allen Farben und Materialien

Die Zahl der Kinder mit Zahnspangen hat in den letzten 20 Jahren deutlich zugenommen. Warum weiss Patrik Clavadetscher, Fachzahnarzt für Kieferorthopädie und Präsident der Zürcher Kieferorthopädischen Studiengruppe: «Erstens sind die ästhetischen Ansprüche der Bevölkerung gestiegen, zweitens hat die Akzeptanz für Zahnspangen deutlich zugenommen und drittens ist eine kieferorthopädische Therapie, nicht zuletzt dank der Möglichkeit einer Zahnversicherung, für viele erst erschwinglich geworden.»

Dazu kommt, dass die Auswahl an Spangen mittlerweile sehr bunt ist. Da gibt es diskrete Modelle aus Plastik oder Keramik, kaum sichtbar an der Innenwand der Zähne befestigt, oder bewusst auffällige mit «Gümmeli» in allerlei Farben. Diese «Gümmeli» verbinden die Brackets, also die «Plättli», und müssen regelmässig ersetzt werden. Catarina entschied sich meist für die unauffällig grauen «Gümmeli», einmal jedoch für die pinkfarbenen. Wenn sie den Mund öffnete, schien es, als hätte sie pinke Zähne. Wollte sie damit auffallen? Catarina winkt ab: «Nein, farbige Zähne hatten vor mir schon ganz viele.» Bemerkenswert war da schon eher die Spange eines Klassenkameraden: Dieser widmete seine Spange anlässlich der Fussball-EM 2012 seinem Lieblingsteam und wählte «Gümmeli» in drei Farben – rechts grün, in der Mitte weiss und links rot.

Unterstützung für die Schwester

Zweieinhalb Jahre lang wurden Catarinas Zähne Millimeter für Millimeter verschoben, bis alle unliebsamen Lücken im Gebiss geschlossen waren. Eine Zeit, die vom Teenager einiges abverlangte: monatliche Kontrollbesuche beim Zahnarzt, Spezialpflege mit einer Rundbürste zwischen Spange und Zähnen nach jedem Essen und keine klebrigen Süssigkeiten.

Inzwischen kann Catarina essen, wonach ihr der Sinn steht. Vor gut einem Jahr konnte sie die Spange entfernen lassen. «Das war so ein schönes Gefühl», erinnert sie sich. «Ich knipste ganz viele Fotos von mir und konnte fast nicht mehr aufhören zu lachen.» Dafür ist jetzt ihre Schwester Erika (16) dran: Sie trägt seit letztem April eine Spange. Ihre Zähne hatten zu wenig Platz, weshalb die oberen Frontzähne schief standen.

Mit diesem Problem ist Erika in guter Gesellschaft: Platzmangel im Gebiss ist einer der häufigsten Gründe, weshalb Kinder die Praxis von Kieferorthopäde Patrik Clavadetscher besuchen. Manche Fehlstellungen sind auch für ungeschulte Augen sichtbar – wie zum Beispiel die Zahnlücke von Catarina oder die schiefen Frontzähne von Erika. Doch selbst wenn Eltern bei ihrem Kind eine Zahnfehlstellung ausmachen: Nicht in jedem Fall ist eine Spange nötig. Wenn zum Beispiel die Milchzähne einer Vierjährigen weit auseinanderstehen, ist das kein Grund zur Sorge. «Eltern dürfen sich über die Lücken im Milchgebiss freuen», sagt Patrik Clavadetscher. «Sie sind notwendig, damit die bleibenden Zähne später genügend Platz haben.»

Gut investiert

Es lässt sich aber auch etwas unternehmen, damit Zahnfehlstellungen gar nicht erst auftreten. Zum Beispiel können Eltern dafür sorgen, dass ihre Kinder gründlich Zähne putzen. Denn Karies führt zu Platzverlust und Platzverlust begünstigt Zahnfehlstellungen. Auch das Nuggi- oder Daumenlutschen sollten Eltern ihren Kleinen bis zum Alter von drei Jahren abgewöhnt haben. «Dauert diese Nuggi- oder Daumenphase länger, kann es zu Fehlstellungen kommen», so Patrik Clavadetscher.

Catarina hatte einen Nuggi, bis sie fast sechs Jahre alt war. «Das würde ich heute wohl anders machen», sagt Fatima Caleco, die Mutter von Catarina und Erika. Ansonsten blickt sie ohne Zähneknirschen auf die Behandlungszeit zurück. Die 12'000 Franken pro Spange seien gut investiert, und zum Glück stand und steht ihr mit ÖKK eine faire Versicherung zur Seite. «Von schönen Zähnen hat man sein Leben lang etwas», sagt Fatima Caleco. Ihre Töchter stimmen ihr mit einem breiten Lächeln zu – einmal mit und einmal ohne Zahnspange.

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