Social Media Form

E-Mail recipient*:
*
Sender*:
*
Your message*:
*

Die gute Kinderstube

Die ersten Windeln, die ersten Hausaufgaben, das erste Mal: Kein Zimmer prägt unsere Kindheit und Jugend mehr als das Kinderzimmer. Weil Eltern hier nicht immer die Übersicht haben und später gar unerwünscht sind, sollten sie sich Gedanken über die Sicherheit im Kinderzimmer machen. Ein paar Tipps.

Surfen mit Grenzen

Kinder und Jugendliche vor dem Internet abschirmen? Das ist weder möglich noch sinnvoll. Was Eltern aber tun können: den Nachwuchs einen kritischen Medienkonsum lehren – und den Router gegebenenfalls mit einer Kinderschutzfunktion ausrüsten. Mit dieser lässt sich die Surfzeit pro Gerät begrenzen. Mehr Infos gibt’s auf Portalen wie Jugend und Medien.

An die Wand

Eltern schätzen Regale und Schränke, weil sie Ordnung schaffen. Kinder dagegen lieben sie, weil es sich daran so schön rumklettern lässt. Darum: Regale und Schränke immer kippsicher an der Wand befestigen.

Standfest beim Wickeln

Ein Sturz vom Wickeltisch ist die häufigste Unfallursache bei Babys. Der Tisch sollte deshalb stabil stehen sowie drei erhöhte Kanten und abgerundete Ecken haben. Und, trotz hoher Kanten besonders wichtig zum Schutz vor Stürzen: das Baby nie unbeaufsichtigt auf dem Wickeltisch lassen – nicht einmal, um rasch einen frischen Body aus dem Regal zu holen.

Besser mit Gütesiegel

Noch immer sind Kindermöbel mit formaldehydhaltigen Farben, Lacken oder Spanplatten auf dem Markt. Formaldehyd ist ein krebserregender Stoff, der auch Kopfschmerzen, Atembeschwerden oder Asthma auslösen kann. Schadstofffreie Kindermöbel sind mit Gütesiegeln gekennzeichnet, beispielsweise mit dem GS-Zeichen («GS» steht für «geprüfte Sicherheit») oder dem «Blauen Engel».

Steckdose: Ab sofort geschlossen

Sie ziehen Kleinkinder magisch an: die Löcher einer Steckdose. Ausprobieren, was sich reinstecken lässt, ist spannend – und gefährlich. Darum: Kindersicherung rein!

Die Fenster im Griff

Immer wieder berichten die Medien über tragische Fensterstürze von Kleinkindern. Die Geschichten ähneln sich: Meist stürzen die Kinder, wenn gerade kein Elternteil im Zimmer ist. Achten Sie deshalb bei Fenstern und Balkontüren auf kindersichere Griffe oder kaufen Sie allenfalls Kindersicherungen.

Ein Hoch auf die Brüstung

Kleinkinder können die Sturzgefahr noch nicht abschätzen. Experten raten deshalb für Kinder unter sieben Jahren von einem Hochbett ab. In jedem Fall sollte das Bett eine ausreichend hohe Brüstung haben und stabil verankert sein. Letzteres gilt auch für die Leiter. Sie muss fest mit dem Bett verbunden und standfest sein. Übrigens: Viele Stürze vom Hochbett geschehen nicht im Schlaf, sondern im Spiel.

Das Kleine nur für die Grossen

Murmel, Haarspange, Legostein: Wenn das Baby mit etwa fünf Monaten beginnt, die Welt zu entdecken, landet alles Erdenkliche in seinem Mund. Kleinteile gehören dann weggeräumt, denn sie bergen die Gefahr des Verschluckens und Erstickens. Gerade wenn sich Geschwister das Kinder- oder Spielzimmer teilen, ist Vorsicht geboten. Die Murmeln der Vierjährigen können dem kleinen Bruder zum Verhängnis werden.

Sackstark ohne Decke

Gerät das Baby unter zu schwere Decken oder Kissen, kann es ersticken. Sicherer schläft es in einem Schlafsack. Ein Kopfkissen braucht es noch nicht.

 

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung stellt die «Checkliste sicherer Haushalt» zur Verfügung.