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So viel kosten stationäre Behandlungen

Rund eine Million Menschen suchen jährlich eines der 285 Schweizer Spitäler und Geburtshäuser auf, um sich stationär behandeln zu lassen. Wir zeigen, was einige beispielhafte Behandlungen kosten und wie sie finanziert werden.*


 

*Angaben gemäss Bundesamt für Statistik: Anzahl Fälle und Durchschnittskosten pro Fall in Franken (2014, keine neueren Daten verfügbar).

Spitalkosten und ihre Finanzierung

Seit Einführung der neuen Spitalfinanzierung 2012 berechnen sich die Kosten einer stationären Behandlung aus zwei Faktoren: Basispreis mal Kostengewicht. Der Basispreis ist Verhandlungssache zwischen den Versicherern und den Leistungserbringern und variiert deshalb von Spital zu Spital. Für das Kantonsspital Graubünden gilt beispielsweise ein Basispreis von 9’870 Franken, für das Universitätsspital Zürich ein solcher von (provisorisch) 11’400 Franken. Im Gegensatz dazu sind die Kostengewichte, die jeder Behandlung zugeordnet werden, für jedes Schweizer Spital gleich. Eine Normalgeburt ohne Komplikationen hat beispielsweise ein Kostengewicht von 0,55 (ohne Kosten fürs Neugeborene) und kostet demnach im Kantonsspital Chur 5’456 Franken, im Universitätsspital Zürich 6’270 Franken.

Die Finanzierung stationärer Behandlungen übernehmen seit 2017 zu 55 Prozent die Kantone und zu 45 Prozent die Versicherer. Die Versicherer geben einen Teil der Kosten an die Versicherten weiter: über die Franchise, den Selbstbehalt und den Spitalkostenbeitrag. Nehmen wir an, Herr Mustermann hat eine Franchise über 300 Franken und 2017 noch keine Gesundheitsleistungen beansprucht. Nun begibt er sich für die Implantation eines künstlichen Kniegelenks ins Kantonsspital Chur. Der Eingriff erfolgt ohne Komplikationen. Von den Kosten über 17’914,10 Franken übernimmt der Kanton Graubünden 9’852,70 Franken, ÖKK 8’061,30 Franken. Herr Mustermann beteiligt sich an den Kosten von ÖKK mit 300 Franken Franchise, 700 Franken Selbstbehalt (maximaler Selbstbehalt, eigentlich 10 Prozent der 7’761,30 verbleibenden Kosten für ÖKK, also 776,15 Franken) und 150 Franken Spitalkostenbeitrag (10 Tage à 15 Franken). 1’150 Franken zahlt Herr Mustermann also selbst.