«Man muss Menschen mögen»

Fallen Mitarbeitende länger aus, kostet das Zeit, Geld und Nerven. Wie Betriebe entlastet werden, zeigt das Hotel Walther in Pontresina – mit professioneller Unterstützung von ÖKK.

Als Thomas Walther 1997 im Hotel seiner Eltern beginnt, richtet er als Erstes eine Mail-Adresse ein. Damals ist unklar, ob das Internet im Tourismus überhaupt relevant wird. Heute buchen Gäste aus aller Welt rund um die Uhr, vergleichen Preise und bewerten öffentlich.

«Es hat sich alles verändert», sagt Thomas Walther, Hotelier und Besitzer des Hotels Walther in Pontresina. «Und gleichzeitig ist es ein komplett anderer Beruf geworden.»

Was geblieben ist, ist die Grundlage des Geschäfts: der Mensch. Gäste, Mitarbeitende, Beziehungen. «Man muss Menschen mögen», sagt Walther. «Sonst wird es schwierig.»

Wenn es eng wird, zeigt sich der Betrieb

Das Hotel Walther gehört zu den wenigen familiengeführten Betrieben mit bald 120 Jahren Geschichte. 118 Mitarbeitende aus 13 Nationen sorgen täglich für Qualität. Doch auch starke Teams fallen nicht vor Ausfällen sicher. Und wenn es passiert, dann selten einzeln. «Wenn etwas passiert, dann meist geballt», sagt Walther. Gerade in der Hochsaison wird das schnell zur Herausforderung: weniger Personal, hohe Erwartungen der Gäste, Druck im Team. Die Reaktion der Führung ist konsequent. «Wir schauen, was wir noch leisten können. Lieber weniger – dafür gut.»

Ein historisches Hotelgebäude mit Türmen steht vor einer alpinen Bergkulisse mit Schweizer Flagge auf dem Dach.

Verantwortung leben – auch wenn es schwierig ist

Für Thomas Walther ist Verantwortung kein leeres Schlagwort. «Unser Produkt ist der Mensch.» Kündigungen aus rein wirtschaftlichen Gründen hat es im Hotel Walther noch nie gegeben. Stattdessen gilt: «Wenn jemand bei uns arbeitet, dann stehen wir auch zu dieser Person.»

Das zeigt sich besonders bei Krankheit. Eine Mitarbeiterin konnte längere Zeit nicht regulär arbeiten. Gemeinsam mit dem Betrieb und ÖKK suchte man Lösungen für ihre berufliche Reintegration – mit kleinen Einsätzen und flexiblen Anpassungen. «Es ging nicht darum, Leistung einzufordern. Sondern darum, sie nicht allein zu lassen.»

Wenn es komplex wird, braucht es Case Management

Gerade bei längeren Absenzen wird es anspruchsvoll. «Wir haben ein starkes HR-Team», sagt Walther. «Aber wir sind keine Versicherungsspezialist*innen.» Hier setzt das Case Management von ÖKK an.

Es unterstützt Unternehmen und deren Mitarbeitende bei längeren oder komplexen Krankheits- und Unfallverläufen.

Expert*innen begleiten den gesamten Prozess, koordinieren alle Beteiligten und finden gemeinsam Lösungen. Ziel ist, dass betroffene Personen Schritt für Schritt wieder in den Arbeitsalltag zurückkehren – angepasst an ihre persönliche Situation.

Case Management hilft immer dann, wenn eine Situation unübersichtlich oder belastend wird.

Zum Beispiel:

  • bei längeren Absenzen
  • wenn die Rückkehr an den Arbeitsplatz unklar ist
  • wenn mehrere Stellen involviert sind
  • wenn individuelle Lösungen gefragt sind

Berufliche Reintegration bedeutet, dass Mitarbeitende nach einer Krankheit oder einem Unfall wieder in den Beruf zurückkehren.Oft erfolgt das schrittweise – etwa mit reduzierten Pensen oder angepassten Aufgaben. Ziel ist eine nachhaltige Rückkehr, die für die betroffene Person und das Unternehmen funktioniert.

Absenzmanagement hilft dabei, Absenzen im Unternehmen aktiv zu steuern. Führungskräfte erkennen früh, wenn Mitarbeitende ausfallen, behalten den Überblick und reagieren strukturiert. So werden längere Ausfälle vermieden und Klarheit im Team geschaffen. Ein gutes Absenzmanagement entlastet im Alltag und stärkt Mitarbeitende.

Das Hotel Walther vertraut dabei seit Jahren auf ÖKK. «Ich brauche ein Gegenüber, das mich wirklich unterstützt – wie in einer Partnerschaft», sagt Walther. «Nicht nur prüft, sondern mitdenkt.»

Für Javier Perez, Case Manager bei ÖKK, steht der Mensch im Zentrum: «Gerade bei längeren Absenzen suchen wir gemeinsam Lösungen. Jede Situation ist anders.» Und Claudio Vital, Leiter Leistungen Unternehmen bei ÖKK, ergänzt: «Jedes Schicksal ist individuell. Genauso gestalten wir auch unsere Lösungen.»