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«Im Alltag schöpft der Mensch sein Potenzial kaum aus»

Alexandre Balmer (19), Schweizer Nachwuchssportler des Jahres 2018, feiert sowohl auf dem Mountainbike als auch auf dem Rennrad Erfolge. Wie lebt es sich als Welt- und Europameister in so jungen Jahren?

Alexandre Balmer, wie viel Zeit verbringen Sie pro Woche auf dem Velo?
Ich trainiere zwischen 12 und 18 Stunden pro Woche. Das Training beinhaltet aber nicht nur das Velofahren, sondern auch ein- bis zweimal Krafttraining sowie im Winter Langlauf und im Sommer Jogging.

 

Auf Ihrer Facebookseite haben Sie ein Video gepostet, auf dem Sie nach einem Velotraining vor Erschöpfung zusammenbrechen. Muss man an die Grenzen gehen, um sportlich erfolgreich zu sein?

Ja, denn im Alltag schöpfen wir unser Potenzial selten aus. Zehn Prozent der körperlichen Leistungsfähigkeit reichen wahrscheinlich für die meisten Menschen. Gehen wir mal an die Grenzen, sagt der Kopf rasch: «Stopp!» Ich hingegen gehe gerne an meine Grenzen, ich quäle mich gerne – und wahrscheinlich komme ich deshalb auch etwas weiter als andere.

 

Sie sind amtierender Junioren-Weltmeister und -Europameister im Mountainbiking, aber auch bei der Strassen-EM Zweiter geworden. Ist Ihnen Dreck oder Asphalt lieber?

Ich liebe beides, auf der Strasse allerdings  nur die «kraftbetonten» Rennen mit vielen Höhenmetern. Im Peloton, dem geschlossenen Feld bei Strassenrennen, fühle ich mich weniger wohl. Dank einer guten Planung schaffe ich es, die für mich wichtigsten und schönsten Rennen in beiden Disziplinen zu bestreiten. 

 

Haben Sie nie Angst vor Stürzen?
Nein, ich bin nicht ängstlich. Klar, es kann  immer etwas passieren, aber das kann es auch im normalen Alltag – wie im Verkehr.

 

Wie verträgt sich der Spitzensport mit Ihrem sonstigen Leben?
In meinem Leben gibt es nur den Sport und die Ausbildung zum Polymechaniker inklusive Berufsmatura. Den beiden Dingen opfere ich 100 Prozent meiner Zeit. Aber selbst das würde nicht genügen, wenn meine Eltern mich nicht so stark unterstützen würden. Sie nehmen mir alles andere ab: Waschen, Kochen, Finanzen, Versicherungen ...

 

Und Ihre Eltern begleiten Sie auch bei den Wettkämpfen, oder?
Genau. Mein Vater ist immer mit dabei und oft auch meine Mutter. Ich bin ein Familienmensch und liebe es, mit ihnen im Wohnmobil zu verreisen. Zudem erhalte ich finanzielle und technische Unterstützung durch meine Sponsoren: Tissot, BEG SA, TCS, die Bank Bonhôte, mein Veloverein und natürlich mein Team, das SCOTT development MTB Team. 

 

Sie sind 19 Jahre jung. Männer in Ihrem Alter haben oft andere Dinge im Kopf: Frauen, Partys ... Vermissen Sie das gar nicht?
Frauen sind schon manchmal ein Thema, aber sobald ich merke, dass ich mich nicht mehr 100 Prozent auf den Sport konzentrieren kann, wird es für eine Beziehung schwierig.

 

Sie zeigen und teilen Ihre Gefühle und weinen oft vor Freude wie beim Gewinn der Junioren-Weltmeisterschaft im Mountainbike.

Das gehört zu mir. Ich bin ein emotionaler Typ, der seine Gefühle nicht versteckt. Vielleicht liegt das an den Genen meiner Mutter, die Brasilianerin ist. Ich weine viel, aber noch öfter lache ich.

 

Mehr zum Engagement von ÖKK

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Drei Tipps vom Champion

Alexandre Balmer

Technik

Auf einem leeren Parkplatz oder einem grossen Feld Gleichgewichtsübungen auf dem Velo machen. Immer langsamer fahren bis zum Stillstand oder versuchen, nur auf dem Hinterrad zu fahren. Natürlich immer mit Helm!

Erholung

Training ist wichtig, aber was viele vergessen: Sich auszuruhen, ist genauso wichtig. Sonst wird der Körper immer müder und das Training kontraproduktiv. Und gegessen wird am besten direkt nach dem Training.

Ausflüge

Mein Ausflugstipp führt  selbstverständlich in meine Heimat rund um La Chaux-de-Fonds. Besonders schön sind die Hänge am Ufer des Doubs.

www.alexandrebalmer.ch



PROFFIX Swiss Bike Cup

ÖKK geht mit dem PROFFIX Swiss Bike Cup auf Tour. Mit der neuen Positionierung schlagen wir auch im Sponsoring eine neue Richtung ein.

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