Blutspenden rettet Leben. Ob nach Unfällen, bei Operationen, während einer Krebstherapie oder bei chronischen Blutkrankheiten – ohne gespendetes Blut wären viele medizinische Behandlungen nicht möglich. In der Schweiz werden täglich rund 700 Blutspenden benötigt. Da Blut nicht künstlich hergestellt werden kann und nur begrenzt haltbar ist, zählt jede einzelne Spende.
ÖKK engagiert sich gemeinsam mit dem Blutspendedienst SRK Graubünden für eine sichere Blutversorgung. Die jährliche ÖKK Blutspendeaktion in Landquart ermöglicht Mitarbeitenden und Interessierten, unkompliziert Blut zu spenden und damit einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten.
Warum jede Blutspende zählt
Blut ist lebenswichtig für unseren Körper: Es transportiert Sauerstoff, Nährstoffe und Hormone, bekämpft Krankheitserreger und sorgt für die Blutgerinnung. Gespendetes Blut wird nach der Spende in seine Bestandteile aufgeteilt – rote Blutkörperchen, Blutplättchen und Plasma – und kann so mehreren Patient*innen gleichzeitig helfen.
Blutprodukte sind unterschiedlich lange haltbar:
- Blutplättchen (Thrombozyten): 4–7 Tage
- Rote Blutkörperchen (Erythrozyten): bis zu 42 Tage
- Blutplasma: tiefgefroren bis zu 2 Jahre
Die begrenzte Haltbarkeit macht regelmässige Blutspenden unverzichtbar. Zudem schwankt der Bedarf regional und saisonal. Das Blutspendebarometer zeigt, welche Blutgruppen aktuell besonders dringend benötigt werden.
Grundsätzlich können alle gesunden Personen zwischen 18 und 75 Jahren, die mehr als 50 kg wiegen, Blut spenden. Das Höchstalter für die erste Blutspende liegt bei 60 Jahren. Achten Sie darauf, dass Sie nicht erkältet sind. Bei einer Grippe empfiehlt es sich, mindestens zwei Wochen nach Abklingen der Symptome zu warten.
In der Schweiz kann Blut in Krankenhäusern, Blutspendezentren oder bei mobilen Blutspendeaktionen gespendet werden. Die meisten Einrichtungen haben flexible Öffnungszeiten. Auf der Webseite des Schweizerischen Roten Kreuzes (SRK) sind die offiziellen Blutspendetermine aufgeführt. Sie haben auch die Möglichkeit, an der ÖKK Blutspendeaktion Blut zu spenden.
Ein Mensch hat zwischen fünf und sechs Liter Blut, abhängig von Körpergrösse und Gewicht. Eine Spende von 450 Millilitern verträgt der Körper gut. Trotzdem sollten zwischen zwei Spenden drei bis vier Monate liegen, damit sich im Knochenmark wieder genügend Blutkörperchen bilden können.
Es gibt insgesamt vier Hauptblutgruppen (A, B, AB und 0) sowie den Rhesusfaktor, der positiv oder negativ sein kann. Zusammen ergeben sich acht verschiedene Kombinationen. Personen mit der Blutgruppe 0- sind universelle Spender*innen, da ihr Blut mit allen anderen Blutgruppen kompatibel ist. In der Schweiz haben nur etwa 6 Prozent der Bevölkerung diese besondere Blutgruppe.
Das Blutspendebarometer zeigt die aktuellen Blutreserven der verschiedenen Blutgruppen an. Der Bedarf in der Schweiz kann innerhalb der Blutgruppen regional stark variieren. Informieren Sie sich vor Ihrer nächsten Blutspende über den aktuellen Bedarf. So kann verhindert werden, dass die Blutreserven aufgrund ihres Ablaufdatums vernichtet werden.
Blut spenden – so funktioniert es
Eine Blutspende ist unkompliziert und in der Regel gut verträglich. Der Ablauf ist klar strukturiert:
- Gesundheitscheck und Ausfüllen eines Fragebogens
- Blutentnahme im Liegen oder Sitzen (ca. 10 Minuten)
- Ruhepause mit Verpflegung
Insgesamt dauert der Spendenbesuch etwa 45 bis 60 Minuten, inklusive Erholung. Der Körper ersetzt die gespendete Blutmenge innerhalb weniger Tage bis Wochen. Nach der Spende wird das Blut sorgfältig getestet, die Blutgruppe bestimmt und in seine Bestandteile aufgeteilt. Diese Blutprodukte werden gezielt in Spitälern eingesetzt – häufig, um mehreren Menschen gleichzeitig zu helfen.
Blutgruppen – warum manche besonders gefragt sind
Es gibt vier Hauptblutgruppen (A, B, AB und 0) sowie den Rhesusfaktor (positiv / negativ). Besonders wertvoll ist die Blutgruppe 0 negativ: Sie gilt als Universalspendergruppe und kann im Notfall allen Patient*innen transfundiert werden. Gleichzeitig kommt sie nur bei rund 6 Prozent der Schweizer Bevölkerung vor.
Wussten Sie, …
… dass bei jeder Blutspende ein Gesundheitscheck durchgeführt wird? Vor der Spende werden unter anderem Temperatur und Blutdruck gemessen. Nach der Spende wird das Blut auf Krankheitserreger wie Hepatitis oder HIV untersucht.
… dass das gespendete Blut in seine Bestandteile (rote Blutkörperchen, Blutplättchen und Blutplasma) aufgeteilt wird? So kann eine Blutspende für verschiedene medizinische Notfälle verwendet werden.
… dass Sie auch nur einen Teil Ihres Blutes spenden können? Bei der Multikomponentenspende werden nur die benötigten Blutanteile entnommen und der Rest dem*der Spender*in zurückgeführt.
Neue Blutspenderegeln ab 1. Februar 2026
Ab dem 1. Februar 2026 gelten in der Schweiz angepasste Blutspendekriterien. Grundlage dafür sind neue wissenschaftliche Erkenntnisse, wonach das Risiko einer Übertragung der Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (vCJK) heute als äusserst gering eingeschätzt wird.
Neu dürfen unter anderem auch Personen Blut spenden, die:
- früher eine Bluttransfusion erhalten haben (nach 4 Monaten Wartefrist)
- zwischen 1980 und 1996 länger im Vereinigten Königreich waren
- bestimmte medizinische Eingriffe in der Schweiz hatten (nach festgelegten Wartefristen).
Ist Blutspenden gesund?
Bei jeder Blutspende findet ein Gesundheitscheck statt, bei dem unter anderem Blutdruck, Puls und der Hämoglobinwert kontrolliert werden. Studien zeigen zudem, dass Blutspenden die Neubildung von Blutzellen anregt und von vielen Spender*innen als positiv für das eigene Wohlbefinden empfunden wird.






